Umwelt

Senat sagt Prozessionsspinnern den Kampf an

Der immer stärkere Befall des Berliner Stadtgebiets mit den giftigen Eichenprozessionsspinnern zwingt den Senat nun zum Handeln.

- Der Nachtfalter, dessen Raupen nicht nur Eichen kahl fressen, sondern mit ihren Brennhaaren auch Gesundheitsbeschwerden auslösen, soll künftig effektiver bekämpft werden. Darauf habe sich der Senat vergangene Woche verständigt, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung. Demzufolge hat der Senat beschlossen, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe einzurichten, die über Maßnahmen der Bekämpfung beraten soll, die nun berlinweit einheitlich organisiert werden sollen. "Mit der Zunahme des Gefährdungspotenzials reicht ein Vorgehen auf lokaler Ebene allein nicht mehr aus", so die Sprecherin. In der Arbeitsgruppe soll darüber entschieden werden, ob Berlin im nächsten Frühjahr großräumig Biozide gegen die Raupen einsetzen wird. Die giftigen Härchen der Raupen können starke Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden und grippeähnliche Symptome auslösen. In diesem Jahr melden Ärzte und Krankenhäuser besonders viele Patienten mit diesen Symptomen.