Schuldenkrise

IWF will Griechenland nicht mehr helfen

Griechenland kann offenbar nicht mit weiteren Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) rechnen.

- Wie der "Spiegel" unter Berufung auf hochrangige Vertreter der EU-Kommission berichtete, hat der IWF bereits seinen Rückzug signalisiert. Damit werde eine Staatspleite Griechenlands im September immer wahrscheinlicher. Viele Regierungen der Euro-Zone seien ebenfalls nicht bereit, neue Geldspritzen für das Land zu schultern. Griechenlands Regierung will die Euro-Länder und den IWF um mehr Zeit für die Umsetzung vereinbarter Sparschritte und Reformen bitten. Dies könnte nach ersten Schätzungen zusätzliche Hilfen zwischen zehn und 50 Milliarden Euro erfordern. Die Bundesregierung hat einen Aufschub bereits abgelehnt. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hält einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für denkbar. Ein solcher Schritt habe "längst seinen Schrecken verloren", sagte er der ARD. CSU-Generalsekretär Dobrindt forderte Athen auf, die Hälfte der Beamtengehälter, Renten und sonstigen Ausgaben in Drachmen statt in Euro zu überweisen.