Gesundheit

25 Verdachtsfälle im Göttinger Skandal um Organspenden

Ein Skandal um Spenderorgane erschüttert die Göttinger Universitätsklinik.

- Ein ehemaliger Oberarzt soll im großen Stil Akten gefälscht und die eigenen Patienten beim Empfang von Spenderlebern bevorzugt haben. Der 45-Jährige steht im Verdacht, in mindestens 25 Fällen Daten manipuliert zu haben. Der Krankheitszustand seiner Patienten soll dabei kritischer dargestellt worden sein, um die Chancen auf Spenderorgane zu verbessern. Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig ermittelt wegen Bestechlichkeit. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, "das Ziel, das Spendenaufkommen zu erhöhen, wird durch solche Vorkommnisse in Frage gestellt". Zugleich lehnt das Ministerium eine Verschärfung von Vorschriften ab.