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Sommerferien: Südliche Bundesländer lehnen Rotation strikt ab ++ Russland: Polizist im Mordfall Anna Politkowskaja angeklagt ++ Konjunktur: Ostdeutschland mit geringeren Wachstumsraten ++ Japan: Massenproteste in Tokio gegen Atomkraft

Südliche Bundesländer lehnen Rotation strikt ab

Eine komplette Rotation der Sommerferien wird von Bayern und Baden-Württemberg weiter abgelehnt. Für die nächsten Jahre seien die Ferientermine bereits festgelegt, und daran werde nicht mehr gerüttelt, sagte ein Ministeriumssprecher in München. Niedersachsen hatte Bayern und Baden-Württemberg aufgefordert, ihre "Blockadehaltung" aufzugeben und sich in das unter den anderen Bundesländern übliche Rotationsverfahren einzureihen, statt traditionell als letzte in die Sommerferien zu gehen.

Polizist im Mordfall Anna Politkowskaja angeklagt

Im Fall der vor fast sechs Jahren ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja ist Anklage gegen einen früheren Polizisten erhoben worden. Das Ermittlungskomitee teilte mit, Dmitri Pawljutschenkow habe zwischen Juli und September 2006 im Auftrag eines aus Tschetschenien stammenden Mannes den Tagesablauf und das Wohnumfeld der Journalistin ausspioniert. Zudem habe er Waffen und Munition besorgt. Politkowskaja war im Oktober 2006 erschossen worden.

Ostdeutschland mit geringeren Wachstumsraten

Die ostdeutsche Wirtschaft hinkt der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland weiter hinterher. Allerdings gibt es in den Prognosen des Ifo-Instituts in Dresden nur geringe Unterschiede in den Wachstumsraten. In diesem Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt in den neuen Ländern inklusive Berlin um 0,6 Prozent wachsen (Deutschland: 0,7), 2013 wird eine Steigerung von 1,1 Prozent (1,3) vorausgesagt. Grund sei vor allem die Wirtschaftsstruktur mit einem schwächeren verarbeitenden Gewerbe im Osten.

Massenproteste in Tokio gegen Atomkraft

In Tokio haben rund 170.000 Menschen gegen die Atomenergie protestiert. Dort wächst offenbar die Sorge vor der Wiederinbetriebnahme von Reaktoren in dem erdbebengeplagten Land. Die Aktivisten haben 7,85 Millionen Unterschriften gegen die Atomkraft gesammelt. Vor einer Woche hatte die japanische Regierung trotz massiver Proteste erstmals seit der Atomkatastrophe von Fukushima wieder Atomstrom ins Netz eingespeist. Reak-tor 3 des AKW in Oi ging ans Netz, die Betreiberfirma Kansai Electric Power will Reaktor 4 an diesem Mittwoch wieder hochfahren.