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Spanien: Schlecker will trotz Insolvenz über 60 neue Läden öffnen ++ Bildung: Jeder zehnte Berliner Schüler ohne Abschluss ++ Russland: Menschenrechtler sind gegen "Agenten"-Gesetz ++ Finanzkrise: Dem Vatikan fehlen 15 Millionen Euro in der Kasse

Schlecker will trotz Insolvenz über 60 neue Läden öffnen

Die Drogeriekette Schlecker will in Spanien trotz der Insolvenz expandieren. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte, dass das Unternehmen in Spanien bis 2014 insgesamt 62 neue Läden eröffnen will. Derzeit betreibt es dort 1127 Filialen und beschäftigt 3228 Mitarbeiter. Unabhängig davon sucht Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz nach einem Käufer für die Niederlassung in Spanien. Dort habe Schlecker "den größten Erfolg" erzielt. 2011 habe der Umsatz 320 Millionen Euro betragen.

Jeder zehnte Berliner Schüler ohne Abschluss

Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit den meisten Schulabgängern ohne Abschluss. Laut einer Studie des Caritas-Verbandes verließen dort 2009 rund 16,2 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne mindestens einen Hauptschulabschluss. Bundesweit betrug der Durchschnitt 7,2 Prozent. Die niedrigste Quote wies laut Studie Baden-Württemberg mit 5,95 Prozent auf, dicht gefolgt von Bayern mit 5,97 Prozent. In Berlin lag der Wert bei 10,63 Prozent, womit knapp jeder zehnte Schüler nicht mindestens einen Hauptschulabschluss hat.

Menschenrechtler sind gegen "Agenten"-Gesetz

Russische Menschenrechtler haben den Kreml zum Verzicht auf ein Gesetz aufgefordert, wonach vom Ausland finanzierte Organisationen künftig den Titel "Auslandsagent" tragen sollen. Die Regierung wolle mit dem "Spionage"-Etikett die ohnehin unter Druck stehenden Nichtregierungsorganisationen (NGO) weiter ausgrenzen, kritisierten Bürgerrechtler in Moskau. Das Gesetz wird an diesem Freitag im Parlament debattiert. NGOs werden nicht vom Staat finanziert und sind deshalb oft auch auf Geld aus dem Ausland angewiesen.

Dem Vatikan fehlen 15 Millionen Euro in der Kasse

Die Finanzkrise hat 2011 auch dem Vatikan rote Zahlen beschert - in der Bilanz fehlen fast 15 Millionen Euro. Negativeinflüsse der Finanzmärkte weltweit hätten sich ausgewirkt, teilte der zuständige Kardinalsrat mit. So habe man angestrebte Finanzziele nicht erreichen können, fügte er noch an, ohne genauere Zahlen zu nennen. Auf 91,3 Millionen Euro klar gestiegen sind 2011 dagegen die Einnahmen der Vatikanischen Museen. Papst Benedikt XVI. hatte für seine Amtsausübung und für karitative Zwecke 49 Millionen Euro zur Verfügung.