Zugeständnisse

EZB signalisiert Griechenland Entgegenkommen

Nach Zugeständnissen an Spanien und Italien in der Euro-Schuldenkrise kann jetzt auch Griechenland auf Erleichterung seines harten Sparprogramms hoffen.

- Die Europäische Zentralbank (EZB) signalisierte der Regierung in Athen, dass über manche Bedingung verhandelt werden könne. Von den grundsätzlichen Zielen dürfe aber nicht abgewichen werden, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen der Athener Zeitung "Kathimerini". Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte schon in der vergangenen Woche Bereitschaft gezeigt, die eine oder andere Auflage nachzuverhandeln.

Bundesbank-Vizechefin Sabine Lautenschläger warnte allerdings, bei einer Zuspitzung der Staatsschuldenkrise sei keine europäische Bank vor erheblichen Verlusten geschützt. Für Griechenland beläuft sich die Summe der Hilfspakete von 2010 und 2012 inzwischen auf zusammen 240 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein Schuldenschnitt von 105 Milliarden Euro. Im August braucht das Land die nächste milliardenschwere Kreditrate - sonst ist es bankrott.