Ermittlungen

Lübars: Freund soll Mörder für 1000 Euro engagiert haben

Der Fall der in Lübars tot aufgefundenen jungen Frau hat eine überraschende Wendung genommen.

- Nach dem Freund der Pferdewirtin hat die Polizei drei weitere Tatverdächtige festgenommen. Demnach soll der Freund den Mord an der 21-Jährigen in Auftrag gegeben haben, weil er die Lebensversicherung des Opfers in Höhe von 245.000 Euro kassieren wollte, die sie selbst zu seinen Gunsten Anfang Juni abgeschlossen hatte. Wie die Polizei mitteilte, soll eine 26 Jahre alte Bekannte des Freundes gemeinsam mit ihrem Bruder einen 22-Jährigen für 1000 Euro für den Mord angeworben haben.

In der Tatnacht soll der Freund die Frau unter einem Vorwand auf den Parkplatz am Lübarser Freibad gelockt haben. Laut Polizei haben dann er und die 26-Jährige ihr Opfer durch ein Gespräch abgelenkt, bis der 22-Jährige sie von hinten angegriffen und erwürgt haben soll. Das Opfer wurde am 21. Juni von einer Passantin gefunden. Die Chefin der Mordkommissionen, Jutta Porzucek, sprach von "einer unglaublichen Kaltblütigkeit der festgenommenen Personen". Bereits kurz nach Versicherungsabschluss soll es den Ermittlern zufolge vermutlich schon einen Tötungsversuch mit K.O.-Tropfen gegeben haben, der jedoch misslang. Gegen die drei aus Dortmund stammenden Beschuldigten wurde bereits am Donnerstag Haftbefehl erlassen.