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Komplizierter Juristen-Poker

Hohe Kosten Vier Jahre lang haben sich die drei Schiedsrichter mehrfach mit den Anwälten der Privaten und des Landes getroffen und die komplexe Materie bearbeitet. Die Kosten für die Anwälte und die Honorare der Schiedsrichter liegen bisher bei mehreren Millionen Euro. Die Gesamtkosten sind noch unklar, weil der Schiedsspruch noch nicht ergangen ist.

Schiedsrichter Die Kläger, also RWE und Veolia, haben Klaus J. Hopt, den früheren Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg, entsandt, das Land Berlin den Frankfurter Anwalt und früheren Mannesmann-Aufsichtsrat Wilhelm Haarmann. Obmann ist der frühere Richter am Bundesgerichtshof, Volker Röhricht.

Geheimhaltung Die Verhandlungen vor dem Schiedsgericht sind, anders als ordentliche Gerichtsverfahren, nicht öffentlich. Lange Zeit war es darum in Berlin auch überhaupt nicht bekannt, dass die Anteilseigner der Berliner Wasserbetriebe über derartig enorme Summen im Streit lagen. Die Berliner Morgenpost hatte 2009 erstmals über dieses Verfahren berichtet.