Schweres Bandscheibenleiden

Timoschenko: Charité-Chef warnt vor Teilnahme an Prozess

Der Chef der Berliner Charité, Karl Max Einhäupl, hat nach einem Besuch der in der Ukraine inhaftierten Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko dringend vor einer Teilnahme Timoschenkos an einem neuen Prozess gewarnt, der am Montag beginnen soll.

- Einhäupl sagte in einem Telefonat mit der Berliner Morgenpost: "Wir können als Ärzte nur dringend davon abraten, Julia Timoschenko am Montag vor Gericht zu holen, weil dadurch die Therapieerfolge der vergangenen Wochen zunichtegemacht werden." Einhäupl weiter: "Aus ärztlicher Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass dieser Prozess jetzt stattfinden muss. In einigen Wochen könnte es eine Stabilisierung des Gesundheitszustands geben."

Timoschenko war im Oktober 2011 wegen Amtsmissbrauchs in einem umstrittenen Gerichtsverfahren zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Sie klagt über ein schweres Bandscheibenleiden und ist in einer Klinik in Charkow untergebracht, wo sie streng bewacht wird. Am Montag soll ein neuer Prozess gegen sie wegen Steuerhinterziehung beginnen.