Reiz des Verbotenen

Weiße Nächte

Zum dritten Berliner "Dîner en blanc" kamen 2000 Menschen

- Sie kamen ganz in Weiß. Am Sonnabend versammelten sich mehr als 2000 Menschen in den Nebenstraßen der Schönhauser Allee - im Gepäck Tische, Stühle, Essen, eisgekühlte Getränke und Kerzenständer. Gemeinsam strömten sie dann unter den "Magistratsschirm", das Viadukt der U 2, bauten eine lange Tafel auf und begannen zu dinieren. Es war das dritte Dîner en blanc in Berlin, das inzwischen schon legendäre und festliche Abendessen in Weiß, das in Paris seinen Ursprung hat.

Die Organisatoren bleiben im Verborgenen, auch der Treffpunkt wird erst kurz vor dem Termin im sozialen Netzwerk Facebook bekannt gegeben. Denn die Versammlung ist weder angemeldet noch genehmigt. Die Polizei war zwar vor Ort, hielt sich aber zurück.

Der Reiz liegt im Verbotenen - und in den geradezu märchenhaften Bildern, wenn Tausende Menschen sich zu einem abendlichen Dinner versammeln. Die Stimmung bei Champagner, Lachs und Wunderkerzen: friedlich.

Sogar trocken blieb es am Abend, auch wenn die Veranstalter nach Bebelplatz (2010) und Gendarmenmarkt (2011) vorsichtshalber einen überdachten Ort gewählt hatten. Das nächste Dîner en blanc findet im August in Potsdam statt.