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Coke für Birma

Sophie Mühlmann

Die Zahl der Länder, in denen es keine Coca-Cola gibt, schrumpft auf zwei

- Die süße braune Brause ist so typisch amerikanisch wie McDonald's, Countrymusic oder die Route 66: Coca-Cola. Den geschwungenen weißen Schriftzug auf rotem Grund kennt jedes Kind. Coke ist längst ein Symbol für den Westen - eine Art in Flaschen abgefüllter Kapitalismus.

Amerikas Feinde lehnten den koffeinhaltigen Sprudel deshalb ab. In der Propaganda der Sowjetunion wurde die Limonade in den 50er- und 60er-Jahren als alkoholische Droge dargestellt, die Werktätige betäubt. Außerdem enthalte die Limo Kokain. Irgendwann aber schwappte der Softdrink über geografische und ideologische Grenzen. Inzwischen findet man die rot-weißen Flaschen fast überall auf der Welt. Fast. Doch demnächst wird ein weiteres Land aus der Cola-freien Zone ausscheren: Birma. Mit den Reformen wird zum ersten Mal seit 60 Jahren die Coca-Cola-Company dort wieder ihre Produkte anbieten. Das Geschäft soll starten, sobald Washington US-Unternehmen eine entsprechende Lizenz ausgestellt hat, verkündete der Konzern am Freitag. Als Teil des Wiedereinstiegs will Coca-Cola außerdem drei Millionen US-Dollar spenden, um Jobs für birmanische Frauen zu schaffen.

Bleiben nur noch zwei Länder, in denen man weiterhin vergeblich nach Coca-Cola sucht: Nordkorea und Kuba.