Frühkritik

Martin Wuttke schreit, spuckt, rumpelstilzt

Gesund sieht er nicht aus. Flecken im Gesicht, Schrammen auf der Nase. Ein Mann am Ende.

Martin Wuttke. Auf dem Programmzettel. Vor kaum einer Woche war er im Taxi zur Premiere von Frank Castorfs Inszenierung des Molièreschen "Der Geizige" an der Volksbühne kollabiert. Jetzt ist alles gut. Soll alles gut sein. Ist alles gut. Wuttke schreit, spuckt, rumpelstilzt. Ein Vatermonster, vom Geiz verbogen, im Wahn. Es wird klistiert, es wird grimassiert, klamaukt bis an den Rand des guten Geschmacks und zwei Meter drüber hinaus. Die Castorf-Maschine läuft, der Applaus läuft relativ schnell aus.

( elk )