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Streit über Wasserpreise

Verkauf Der Teilverkauf der Berliner Wasserbetriebe 1999 war äußerst umstritten. Das Land verkaufte je 24,95 Prozent der Anteile an die Investoren RWE und Veolia und strich dafür 3,3 Milliarden Mark (rund 1,69 Mrd. Euro) ein. Das Land gab die Führung des Unternehmens ab, obwohl es 50,1 Prozent der Anteile hält.

Preise Nach einer Sperrfrist von fünf Jahren erhöhten sich die Berliner Wasserpreise überdurchschnittlich. Der damalige Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) rief schließlich vor zwei Jahren das Bundeskartellamt an, das überprüfen sollte, ob die Preise rechtlich einwandfrei kalkuliert worden sind.

Senkung Das Kartellamt kam zu dem Schluss, dass die Wasserpreise deutlich überhöht sind und das Unternehmen das Zustandekommen nicht nachvollziehbar dargelegt habe. Deshalb wies das Amt in diesem Frühjahr eine Preissenkung von 18 Prozent an. Dagegen haben die Wasserbetriebe geklagt.