Flughafen

In Tegel wird es eng

Flugreisende müssen mehr Zeit einplanen - Airlines befürchten Chaos

- Eigentlich hätte am Flughafen Tegel seit Sonntag Ruhe herrschen sollen - stattdessen muss der Airport so viele Starts und Landungen verkraften wie nie zuvor. Zwar war es am Sonntag noch relativ ruhig, das dürfte sich aber spätestens am Montag ändern. Die Lufthansa blickt bereits sorgenvoll auf die kommenden Monate. Die größte deutsche Airline fordert vom Senat mehr Polizei und bessere Ampelschaltungen an den Straßen zum Flughafen, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Bereits jetzt gibt es bei den Taxis lange Warteschlangen. Man wolle nicht mit halb vollen Flugzeugen starten, nur weil die Passagiere im Stau festsäßen, sagte der Konzernbevollmächtigte Thomas Kropp. Bei Eis und Schnee seien weitere Probleme zu erwarten. "Wir wollen mit einem großen Programm über den Winter kommen - und da gibt es noch Fragezeichen." So stehen nicht genügend Plätze bereit, um die Flugzeuge zu enteisen.

Sowohl die Lufthansa wie auch Air Berlin hatten ihren Flugplan in Erwartung der BER-Eröffnung massiv aufgestockt. Allein die Lufthansa plant 1070 Starts und Landungen pro Woche in Tegel. Das ist ein Anstieg um 35 Prozent und der größte Ausbau, den die Lufthansa je an einem bestehenden Standort durchgeführt hat. Bei Air Berlin sind es 1500 Flugbewegungen pro Woche, ein Plus von immerhin noch acht Prozent. Die Flughafengesellschaft ruft dazu auf, dass Reisende mehr Zeit für die Fahrt zum Flughafen einplanen. "Es ist natürlich eng, das ist ja auch der Grund, warum wir einen neuen Flughafen brauchen", sagte Verkehrssenator Michael Müller (SPD). "Aber ich denke, dass wir das bewältigen können."