Meldungen

News

Angriffe: Mindestens zehn Soldaten sterben in Afghanistan ++ Proteste: Polizei nimmt Demonstranten in Moskau fest ++ Anerkennung: SED-Opfer müssen Jahre auf Entschädigung warten

Mindestens zehn Soldaten sterben in Afghanistan

Beim Absturz eines Hubschraubers in Afghanistan sind zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf getötet worden. Die Isaf teilte mit, es habe dabei jedoch keine "feindlichen Aktivitäten" gegeben. Die Ursache für den Absturz werde untersucht. Damit erhöhte sich die Zahl der an Pfingsten getöteten Isaf-Soldaten auf mindestens zehn. Angaben zur Nationalität der Toten machte die Schutztruppe wie üblich nicht. Die Nato wies zudem Berichte über zivile Opfer bei einem Luftangriff im Osten des Landes zurück. Zuvor hatten afghanische Behörden mitgeteilt, dass ein solcher Angriff acht Mitgliedern einer Familie das Leben gekostet habe.

Polizei nimmt Demonstranten in Moskau fest

Nach einem friedlichen Protest gegen Kremlchef Wladimir Putin auf dem Roten Platz in Moskau hat die russische Polizei etwa 100 Menschen vorübergehend festgenommen. Die Regierungsgegner waren in weißer Kleidung und mit weißen Bändern, dem Zeichen der Opposition, aber ohne Plakate durch die Innenstadt spaziert. Als sich die Demonstranten einer Oppositionsversammlung in der Fußgängerzone anschließen wollten, griffen Sicherheitskräfte zu, wie Medien in Moskau berichteten.

SED-Opfer müssen Jahre auf Entschädigung warten

Mehr als 22 Jahre nach dem Mauerfall ringen Opfer politischer Verfolgung in der DDR weiter um die Anerkennung von Gesundheitsschäden. "Die Verfahren dauern noch immer viele Jahre", kritisiert der Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Martin Gutzeit, in seinem Jahresbericht für 2011. Er forderte eine gesetzliche Neuregelung für ein vereinfachtes Prozedere. Es gebe zu wenige medizinische Gutachter, die über die Folgen politischer Repression Bescheid wüssten. Beim Berliner Landesbeauftragten hieß es, etwa jeder zweite Betroffene verzichte auf eine langwierige Prüfung und damit auch auf etwaige finanzielle Ansprüche.