Krieg gegen das Wetter

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass

China führt Krieg gegen das Wetter, um den Wassermangel zu bekämpfen

- Chinas neuer Feind ist schwer zu fassen, weil er weit oben fliegt und sich gern verflüchtigt. Dennoch will ihm die Regierung mit einem Arsenal schwerer Waffen auflauern: 7034 Raketenwerfer, 6902 Flakgeschütze und mehr als 50 Bomber stehen zur Verfügung. Eine Armee von 47.700 Mann ist schon gefechtsbereit, die Truppe soll aber aufgestockt und noch besser ausgerüstet werden. Als erstes Land der Welt hat die an Wassernot leidende Volksrepublik die Manipulation des Wetters und künstliches Regenmachen zur Staatsaufgabe gemacht. Petrus soll sich gefälligst dem Willen der Partei unterordnen. Sie hat auch schon ein Planziel für die nächsten fünf Jahre: Um drei bis fünf Prozent will sie die Niederschläge durch künstlich erzeugten Regen vermehren, berichtet "China Daily".

Heute schon ballern Chinas Regen-Animateure aus vollen Rohren mit Silberjodid, Spezialsalzen und Trockeneis auf Wolken. Sie "impfen" sie, damit sie über Dürregebieten Wasser lassen. Seit 2002, so rechnete das Staatliche Meteorologische Amt aus, wurde von chinesischem Boden aus 560.000-mal in den Himmel geschossen. Das öffnete himmlische Schleusen für fast 490 Milliarden Tonnen Regenwasser, die zwölffache Menge, die der Drei-Schluchten-Stausee fasst.

Die Wettermanipulation verfolgt noch ein weiteres Ziel. Großveranstaltungen wie Parteitage, Armeeparaden oder Olympische Spiele können von nun an unter eitel Sonnenschein stattfinden. Wetter auf Bestellung, die Chinesen lieben es offenbar geregelt. Dazu passt ein Beschluss der Pekinger Stadtverwaltung, dass laut der Zeitung "Xin Jingbao" künftig nicht mehr als zwei Fliegen auf öffentlichen Toiletten erlaubt sind.