Prozess

Verena Becker gibt sich im Fall Buback unwissend

Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker hat eine direkte Beteiligung an der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback im April 1977 bestritten.

- "Ich war nicht dabei", sagte Becker vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Sie sei auch an den konkreten Anschlagsvorbereitungen nicht beteiligt gewesen. "Die Tatvorwürfe sind alles falsche Behauptungen, die ich so nicht stehen lassen kann." Wer den Anschlag verübte, könne sie nicht beantworten.

An Bubacks Sohn Michael gerichtet sagte sie: "Sie wollen wissen, wer Ihren Vater getötet hat? Diese Frage kann ich nicht beantworten, ich war nicht dabei." Sie sei am Tattag im Nahen Osten gewesen und erst am Tag nach der Tat nach Italien geflogen, wo sie aus den Medien von dem Anschlag erfahren habe. Auch an einem Treffen der RAF in den Niederlanden habe sie nur einen Tag teilgenommen und sei an konkreten Anschlagsvorbereitungen "nie beteiligt" gewesen.

Die Anklage wirft der 59-Jährigen Mittäterschaft an dem Attentat vor, bei dem auch zwei Begleiter Bubacks getötet worden waren.