Finanzmärkte

Schuldenkrise in Spanien verschärft sich

An den Finanzmärkten hat sich die Lage für Spanien zu Wochenbeginn weiter zugespitzt.

- Für das angeschlagene Euro-Land wird es immer teurer, Kapital aufzunehmen, weil das Misstrauen der Investoren angesichts der Probleme im spanischen Bankensektor und der schwachen Konjunktur weiter gestiegen ist. Die Renditen für zehnjährige spanische Staatsanleihen stiegen erstmals in diesem Jahr wieder auf über sechs Prozent. Anfang Februar hatten sie noch unter fünf Prozent gelegen. Auch der Euro geriet unter Druck.

Ausgelöst wurde der Zinsanstieg von Sorgen um die spanischen Banken. Sie liehen sich im März 316 Milliarden Euro von der Europäischen Zentralbank (EZB) - rund doppelt so viel wie im Februar. Viele Geldhäuser leiden unter den Folgen der geplatzten Immobilienblase. Nach Einschätzung der Regierung ist die spanische Wirtschaft zudem zu Jahresbeginn erneut geschrumpft und steckt damit wieder in einer Rezession, da das Bruttoinlandsprodukt zwei Quartale hintereinander gefallen ist. Analysten gehen davon aus, dass Spanien demnächst irgendeine Art von Rettung braucht.