Gewalt

Syrische Regierung ignoriert UN-Friedensplan

Trotz des vereinbarten Waffenstillstands hat die syrische Armee ihre Angriffe gegen die Opposition fortgesetzt.

- Die Regierung teilte zwar mit, dass man mit dem Abzug von Truppen aus dem Kampfgebiet begonnen habe. Gleichzeitig ging das Regime von Baschar al-Assad laut Aktivisten aber weiter mit aller Härte gegen die Aufständischen vor. Der Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, Rami Abdel Rahman, sagte, vor Ort habe sich nichts geändert, alle Panzer der Regierung seien in Position. "Das Regime hat den UN-Plan einfach missachtet, was keine Überraschung ist."

Russland und China ermahnten Assad zu einer Umsetzung des Abzugsplans, der mit dem UN-Sondergesandten Kofi Annan ausgehandelt worden war. Alle Kämpfe sollten laut einem Vorschlag Annans eigentlich bis zum 10. April vollständig eingestellt sein. Annan forderte ein sofortiges und bedingungsloses Ende der Kämpfe. Laut Menschenrechtsaktivisten wurden allein am Dienstag landesweit mehr als 50 Menschen getötet, davon rund 30 Zivilisten.