Justiz

Bundesländer planen schnelleren Urlaub für Schwerverbrecher

Die Pläne, Schwerverbrechern leichter Langzeiturlaub zu ermöglichen, haben bei Polizei, Strafvollzugsbediensteten und der Union für Empörung gesorgt.

- Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach bezeichnete die Pläne als "Schlag ins Gesicht der Opfer". Es wäre für die Opfer "unerträglich", wenn die Täter schon nach fünf Jahren Hafturlaub bekämen, sagte er der Berliner Morgenpost. Zuvor waren Pläne von zehn Bundesländern bekannt geworden, wonach zu lebenslanger Haft verurteilten Schwerkriminellen bereits nach fünf Jahren im Gefängnis ein Ausgang von bis zu 21 Tagen gewährt werden soll. Die Langzeitausgänge widersprächen dem Sühnegedanken des Strafvollzugs, sagte Bosbach.