Auktion

Bieten auf ein Städtchen im Nirgendwo

Buford in Wyoming, die kleinste Stadt der USA, wird versteigert

- Es ist eine merkwürdige Auktion: 100.000 Dollar beträgt das Mindestgebot, und wer mitgeht, kann sich bald Bürgermeister schimpfen. Am Donnerstag kommt die kleinste Stadt der USA unter den Hammer. Das Örtchen Buford im US-Bundesstaat Wyoming, Einwohnerzahl: 1. Don Sammons, der letzte Bürger von Buford, will in Rente gehen und lässt das Dorf kurzerhand versteigern.

Zu dem Angebot gehören nach Angaben der beauftragten Maklerfirma fünf Gebäude: ein kleiner Gemischtwarenladen samt Tankstelle, ein Haus mit drei Schlafzimmern, ein 1905 errichtetes Schulgebäude, das als Büro dient, eine Garage und ein Werkzeugschuppen. Rund vier Hektar Land, dazu bekommt der zukünftige Besitzer auch einen Parkplatz sowie ein Postfach und die Pacht, die Union Wireless für einen Mobilfunkmast auf dem Gelände zahlt.

"Buford ist wirtschaftlich attraktiv und hat den romantischen Lebensstil einer aufstrebenden Stadt", bewirbt Maklerin Amy Bates das ungewöhnliche Angebot. Don Sammons kam mit seiner Frau 1980 nach Buford und kaufte den Ort zwölf Jahre später. Der "Bürgermeister" verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Koch und Flaschenwäscher. Seine Frau starb 1986, und die Bevölkerung von Buford halbierte sich schließlich, als sein Sohn vor sieben Jahren wegzog.

Im Sommer kommen täglich zwischen 1000 und 1500 Besucher nach Buford - die meisten Touristen halten, um zu tanken. Und natürlich die 32 Familien, die in der Umgebung leben und die Post bei Sammons abholen. Sollte die Postleitzahl von Buford gelöscht werden, müssten sie 100 Meilen weiter fahren, um ihre Briefe zu bekommen, sagt der 61-Jährige.