Familienpolitik

CDU-Abgeordnete rebellieren gegen das Betreuungsgeld

Die Gegner des Betreuungsgeldes innerhalb der Union machen mobil. In einem Brief an den Vorsitzenden der Fraktion, Volker Kauder, teilen sie mit, die Einführung verhindern zu wollen.

- "Wir kündigen bereits heute an, dass wir einen Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Einführung eines Betreuungsgeldes gemäß den Vorstellungen von Staatsministerin Christine Haderthauer ablehnen werden", heißt es in dem Schreiben, das der Berliner Morgenpost vorliegt. Unterzeichnet wurde es von 23 Abgeordneten der CDU. Besondere Brisanz gewinnt der Brief auch dadurch, dass sich darunter mit Ingrid Fischbach und Michael Kretschmer zwei Stellvertreter Kauders befinden.

"Das Betreuungsgeld wird sich vor allem in größeren Städten kontraproduktiv auswirken", begründet Kai Wegner, Generalsekretär der Berliner CDU, seine Ablehnung. Er fürchtet, dass ärmere Familien sich für das Geld und gegen eine Kita entscheiden. "Aber es muss darum gehen, Kindern aus bildungsfernen Familien den Zugang zu frühkindlichen Betreuungseinrichtungen zu ermöglichen", sagte er der Morgenpost.