Carsten Joost

Mediaspree-Gegner trennen sich von ihrem Sprecher

Die Initiative "Mediaspree versenken" hat ihren Sprecher Carsten Joost ausgeschlossen.

Er sei wegen unsachgemäßer und intransparenter Kassenführung nicht mehr tragbar, so die Begründung. Er habe Honorare kassiert, die als Spenden für die Initiative deklariert, aber nicht abgerechnet wurden. Joost habe ein Kontaktmonopol aufgebaut und zum eigenen finanziellen Vorteil missbraucht.

Joost wies die Vorwürfe zurück und sprach von "einer Art Putsch". Sein Ausschluss sei nicht von der Gruppe beschlossen worden. Die Initiative müsse sich jetzt dringend beraten, so Joost. "Mediaspree versenken" kämpft seit Jahren gegen große Bauvorhaben am Spreeufer. Unter Führung von Joost hatte die Initiative im Sommer 2008 den Bürgerentscheid "Spreeufer für alle" in Friedrichshain-Kreuzberg zum Erfolg geführt.