Gesetzliche Krankenversicherung

Gesundheitsminister prüft Abschaffung der Praxisgebühr

Ein Teil der 19,5 Milliarden Euro schweren Rekordreserve der gesetzlichen Krankenversicherung soll nach Forderungen aus der FDP zur Abschaffung der Praxisgebühr genutzt werden.

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) überprüft die Gebühr. Die Union lehnt ihre Abschaffung ab. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung steht für Bahrs Ministerium fest, dass die Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal ihre Lenkungswirkung hin zu weniger Arztbesuchen verfehlt hat. Aus der FDP hieß es laut "Spiegel online": Man sei sich am Ende im Präsidium der Liberalen "einig, die Abschaffung der Praxisgebühr ins Auge zu fassen". Dies sei jedoch keine Vorentscheidung. Bei "bild.de" forderte FDP-Vorstandsmitglied Florian Rentsch den Koalitionspartner CDU auf, eine Abschaffung nicht zu blockieren.