Putin neuer Staatspräsident

Russland: Massive Betrugsvorwürfe nach Präsidentenwahl

Die Wahl des russischen Regierungschefs Wladimir Putin zum neuen Staatspräsidenten ist auch aus Sicht internationaler Wahlbeobachter manipuliert worden. In einem Drittel von hundert untersuchten Wahllokalen sei die Auszählung "schlecht bis sehr schlecht" verlaufen, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Montag in Moskau mit.

Die Opposition, die am Abend mit tausenden Anhängern gegen Putins Wahlsieg demonstrierte, erhob massive Betrugsvorwürfe. Bei den Kundgebungen wurden mehr als 550 Menschen festgenommen

Die OSZE, die mit 200 Beobachtern vertreten war, hatte den Ablauf in 98 von insgesamt mehr als 90.000 Wahllokalen überprüft. Auch die von Putin angeordnete Installation von Webkameras in den Wahllokalen habe die "Erwartungen nicht erfüllt", kritisierte die OSZE. Putin kündigte an, alle Fälschungsvorwürfe überprüfen zu lassen. Auch seitens der Bundesregierung, der EU und den USA gab es Kritik an den Umständen der Wahl. Die Wahlkommission wies die Manipulationsvorwürfe dagegen zurück.