Interview

Wirtschaftssenatorin verteidigt ihr Vorgehen bei Berlin Partner

Berlins Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz (parteilos, für CDU) hat ihr Vorgehen im Streit mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Berlin Partner, Peter Zühlsdorff, verteidigt.

In einem Gespräch über die Zukunft der landeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft habe er wiederholt seinen Wunsch geäußert, sein Amt aufzugeben, sagte die Wirtschaftssenatorin der Berliner Morgenpost. "Es gehört nicht zu meinem Selbstverständnis, einen im Übrigen während dieses kurzen Gesprächs mehrfach geäußerten Wunsch nicht zu respektieren", so von Obernitz. Sie kündigte an, die Arbeit von mehreren Wirtschaftsförderunternehmen des Landes nun überprüfen zu wollen. An ihrem Vorgehen hatte es in der Berliner Wirtschaft Kritik gegeben.

Die Zukunft von Berlin Partner steht auch am kommenden Montag im Wirtschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses auf der Tagesordnung. Die Grünen wollen dazu die Wirtschaftssenatorin befragen, wie die Fraktion mitteilte. Sie wollen wissen, wie es nun bei Berlin Partner weitergeht. "Berlin braucht eine starke Wirtschaftsförderung", sagte Fraktionssprecher Matthias Schröter. Erst im Oktober hatte es an der Spitze von Berlin Partner einen Wechsel gegeben.