Pausenkritik

Die Staatsoper im Kraftwerk

Der Hauptdarsteller ist das Haus. Im Kraftwerk Mitte bemüht sich die Staatsoper, halbwegs erfolgreich, Luigi Nonos "Al Gran Sole Carico d'Amore" auferstehen zu lassen.

Es geht um die Geschichte des Kommunismus, vergegenwärtigt durch verschiedene Frauengestalten, verschiedene Epochen. Dramaturgisch ist das Revolutions-Potpourri indiskutabel, ideologisch erst recht. Es wird gerettet durch die cineastische Inszenierung von Katie Mitchell und den umsichtig agierenden Ingo Metzmacher, der die auf drei Etagen verteilten Mitwirkenden souverän durch die Katastrophe steuert. Diese szenische Revolutionsaktion, 1975 von Claudio Abbado aus der Taufe gehoben, ist auf jeden Fall lebendiger als die Idee des Kommunismus. tar

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