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Aufstieg und Fall einer Handelskette

Verschwiegen Zahlen über das Geschäft hat Schlecker in seiner langen Geschichte nur sehr selten genannt. Dennoch hier einige wichtige Eckdaten: Der 21 Jahre alte Anton Schlecker tritt 1965 in die Firma seines Vaters in Ehingen (Baden-Württemberg) ein, die damals noch eine Metzgerei ist. Der Sohn Schlecker gründet schnell mehrere Selbstbedienungswarenhäuser. Als 1974 die Preisbindung für Drogerieartikel wegfällt, erkennt er das große Potenzial für Drogeriemärkte. 1975 eröffnet Schlecker den ersten Drogeriemarkt.

1000 Märkte zählt das Unternehmen im Jahr 1984, ein Jahr später hat sich die Zahl verfünffacht. Die Zahl der Filialen steigt weiter, auch etwa durch den Zukauf von "Ihr Platz". Doch rutscht Schlecker im harten Wettbewerb der Branche in die roten Zahlen. Ende 2010 hat Schlecker noch etwa 7000 Märkte und rund 30 000 Beschäftigte. Der Umsatz liegt zuletzt bei weniger als vier Milliarden Euro. Schlecker wird zahlungsunfähig und stellt am 23. Januar 2012 beim Amtsgericht Ulm einen Insolvenzantrag.