Hightech

Durch Googles Brille

Für Piloten von Kampfjets ist die Wirklichkeit längst verbessert. Auf ihren Visieren sehen sie nicht nur die Landschaft, sondern zusätzliche Informationen zum Status ihres Flugzeugs oder zu Gegnern. Für Normalbürger ist die Realität meist noch genauso wie immer. Sie können nur das sehen, was sie vor Augen haben.

Wer beispielsweise Informationen zu einem Gebäude haben will, muss sein Smartphone bemühen. Die Kamera erfasst das Gebäude, eine App liefert alles Wissenswerte. Angeblich will Google das jetzt gründlich ändern.

Hartnäckig halten sich Gerüchte, wonach der Suchmaschinen-Gigant noch in diesem Jahr eine "Google-Brille" auf den Markt bringen will. Die ist dann im wahren Wortsinn eine "Sehhilfe". Denn angeblich hat sie Internetanschluss, verfügt über eine Kamera und eventuell sogar GPS. Und das könnte dem Träger völlig neue Welten eröffnen. Eine Navigationssoftware würde den korrekten Weg direkt auf die Linse projizieren. Einen Blick auf das Brandenburger Tor, und die Brille verrät, dass es von 1788 bis 1791 errichtet wurde. Sie überblendet das Tor zudem mit einem aus Mauerzeiten und verrät, dass dahinter ein gutes Restaurant liegt, was man sonst nicht einmal gesehen hätte.

Wie gesagt, das Projekt ist noch ein Gerücht, aber die Datenschützer stehen schon in den Startlöchern. Schließlich könne niemand mehr merken, ob er gerade heimlich fotografiert werde oder nicht. Nur: Wer am Brandenburger Tor steht, ist fünf Minuten später garantiert auf einem Dutzend Fotos drauf - ebenfalls, ohne dass er etwas gemerkt hätte.