Ermittlungserfolg

Polizei fasst Bombenleger von Hennigsdorf

Die Polizei hat die rätselhafte Serie von Rohrbombenanschlägen in Hennigsdorf (Oberhavel) aufgeklärt. Beamte nahmen einen 24-Jährigen fest, der die Taten gestand. Offenbar hatte er seine Bomben gebastelt, indem er Nitratpulver von Wunderkerzen abgekratzt hatte.

Als Motiv habe er angegeben, er sei an Experimenten mit Sprengstoff interessiert gewesen und habe es "knallen hören" wollen. Die Polizei war dem wegen Diebstählen vorbestraften Mann über Fingerabdrücke auf die Spur gekommen. Der 24-Jährige hatte im Januar mehrere Rohrbomben in Hennigsdorf gezündet. Allein auf dem S-Bahnhof waren zwei Rohrbomben detoniert, die Splitter zerstörten mehrere Fensterscheiben, einen Fahrstuhl und Wände. Später ließ der Mann fünf weitere Sprengkörper im Stadtgebiet explodieren. Als die Ermittler ihn festnahmen, war er laut Polizei gerade dabei, eine weitere Rohrbombe zu basteln. Laut Experten seien die Bomben mit einem Splitterkreis von 30 Metern extrem gefährlich gewesen. Die Staatsanwaltschaft hat für den 24-Jährigen wegen Fluchtgefahr inzwischen Untersuchungshaft beantragt.