Verkehr

Berliner lassen sich von BVG-Streik nicht beeindrucken

Die Hauptstadt hat sich am Sonnabend von dem massiven BVG-Streik nicht beeindrucken lassen. Zwar kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen, das befürchtete Verkehrschaos blieb jedoch aus.

Selbst die Anreise zum Bundesliga-Spiel zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund im Olympiastadion verlief reibungslos. Die S-Bahn war von dem Ausstand nicht betroffen.

Rund 5000 Beschäftigte der BVG hatten am Sonnabendmorgen die Arbeit niedergelegt. Busse und Straßenbahnen blieben in den Depots, die U-Bahnhöfe wurden geschlossen. Vor den Betriebshöfen zogen Streikposten auf. Bei der S-Bahn kam es trotz des Andrangs nicht zu größeren Problemen, auch auf den Straßen war der Verkehr größtenteils ruhig. Viele Menschen waren offenbar auch zu Hause geblieben. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Ver.di, Lothar Andres, sagte, der Ausstand sei "gut angelaufen". Andres bekräftigte erneut die Forderungen nach Tariferhöhungen, die den Inflationsverlust ausgleichen. Das Angebot der Arbeitgeber von insgesamt 5,1 Prozent bis 2015 hält Ver.di für unzureichend. Am Montag findet die nächste Tarifrunde statt.