Landespolitik

Bankenskandal: Fünf Milliarden Euro Schaden für Berlin

Zehn Jahre nach dem Berliner Bankenskandal ist offenbar ein Ende der Belastungen für den Landeshaushalt in Sicht.

Ende 2013 will das neue Management der Berliner Immobilien-Holding (BIH), in der die Skandal-Immobilienfonds der ehemaligen Berliner Bankgesellschaft verwaltet werden, die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Land beenden. Das sagte BIH-Geschäftsführer Roland Stauber der Berliner Morgenpost. Bis dahin würden die Altlasten des Bankenskandals das Land Berlin insgesamt fünf Milliarden Euro gekostet haben.

"Wir sind auf dem Weg zu einem wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen", sagte Stauber. Bis Ende des kommenden Jahres will die landeseigene BIH es schaffen, alle Fondsanteile, die noch von privaten Zeichnern gehalten werden, aufzukaufen. Dann soll das Portfolio mit den gut 42 000 Mieteinheiten in rund 600 Objekten in ganz Deutschland und im Ausland neu geordnet und in Paketen verkauft werden. Ob die Strategie wirklich aufgeht, ist aber fraglich, denn manche privaten Fondszeichner wollen ihre Anteile nicht verkaufen.