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Neue Vorwürfe im Fall Chantal

Ashley Nach dem Methadon-Tod des Pflegekinds Chantal werden weitere Vorwürfe laut. Dieses Mal geht es um Ashley, das Enkelkind von Chantals Pflegeeltern. Es lebte auch als Pflegekind in dem Haus. Laut Hamburger Schulbehörde hatte sich die Klassenlehrerin des Mädchens im April 2011 mehrfach beim Jugendamt gemeldet. "Sie hat von erheblicher Verwahrlosung gesprochen", sagte Behördensprecher Peter Albrecht. Das Jugendamt habe sich schockiert gezeigt, aber nicht reagiert.

Opposition Die Hamburger Opposition verlangt die Ablösung von Bezirksamtschef Markus Schreiber (SPD). Im Zweifel müsse Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) selbst für den Rückzug Schreibers sorgen. "Er kann die Dienstenthebung eines Bezirksamtsleiters einleiten", sagte die Vorsitzende der FDP-Fraktion, Katja Suding. Die SPD-Fraktion hält an Schreiber fest.

Überdosis Chantal starb am 16. Januar im Stadtteil Wilhelmsburg an einer Überdosis Methadon. Die Elfjährige lebte bei Pflegeeltern, beide sind drogenabhängig und in einem Methadon-Programm. Davon will das Jugendamt nichts gewusst haben.