Krise

Merkel wirbt um Vertrauen - China fordert Reformen

China plant vorerst keine Milliardenhilfen zur Stabilisierung des Euro. Nach Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag in Peking demonstrierte der chinesische Regierungschef Wen Jiabao deutliche Zurückhaltung gegenüber einer Beteiligung am europäischen Rettungsschirm EFSF.

Die Europäer müssten jetzt vielmehr selber verstärkte Anstrengungen unternehmen und nötige Reformen ihrer Haushalts- und Finanzpolitik einleiten. "Die eigenen Bemühungen sind entscheidend in dieser Frage", sagte Wen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel in der Großen Halle des Volkes.

Die Kanzlerin warb in Peking um Vertrauen in die Europäische Union. Mit dem Sparpaket und den eingeleiteten Reformen seien die Europäer "auf dem richtigen Weg", sagte die Kanzlerin in einer Rede vor der Akademie der Sozialwissenschaften. Sparen und Wachstum seien kein Widerspruch. Nachdrücklich setzte sich die Kanzlerin für einen besseren Marktzugang deutscher Unternehmer in China ein. Diese wollten gleichbehandelt werden mit chinesischen Firmen.