22 Lichtjahre

Deutsche Forscher entdecken "Super-Erde"

Es ist eigentlich nur ein Katzensprung - im kosmischen Sinne.

Wissenschaftler der Uni Göttingen und der Carnegie Institution for Science in Washington haben einen möglicherweise bewohnbaren Planeten entdeckt, eine "Super-Erde". Der Planet mit dem romantischen Namen GJ 667Cc (Foto, rechts) ist nur 22 Lichtjahre von der Erde entfernt, das sind 209 Billionen Kilometer. Könnte der Mensch also mit Lichtgeschwindigkeit reisen, würde er in gerade einmal 22 Jahren in die Umlaufbahn einschwenken. Der Reisende würde einen deutlich größeren Planeten vorfinden, GJ 667Cc hat die viereinhalbfache Masse unserer Erde und umkreist auf einer Umlaufbahn von 28,15 Tagen einen Zwergstern. Dafür gebe es auf der "Super-Erde" gute Voraussetzungen für die Existenz von flüssigem Wasser - und von Leben, sagte Studienleiter Guillem Anglada-Escudé von der Universität Göttingen. GJ 667Cc erhält den Angaben zufolge von dem Zwergstern, den er umkreist, etwa ein Zehntel weniger Licht als unsere Erde von der Sonne. Da ein großer Teil dieses Lichts aber im infraroten Bereich liege, könne der Planet insgesamt etwa genau so viel Energie aufnehmen wie unsere Erde.

Jetzt müssen also bloß die Ingenieure nachziehen und entweder das "Beamen" erfinden oder einen Antrieb entwickeln, der sozusagen die Lichtmauer durchbricht. Beim Schall haben sie es ja schon vor über 60 Jahren geschafft.