Düsseldorf

Rechtsterror: Neue Spur führt zur NPD

Die Spezialeinheit GSG 9 hat einen weiteren mutmaßlichen Unterstützer der Zwickauer Terrorzelle in Düsseldorf festgenommen.

Der 31-jährige Carsten S. war nach Informationen der Berliner Morgenpost im Jahr 2000 Vizelandeschef der Thüringer NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN). Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs eröffnete ihm einen Haftbefehl, der Verdächtige sitzt in U-Haft. Laut Bundesanwaltschaft ist S. dringend verdächtig, zeitweilig in enger Verbindung zu dem Neonazi-Trio Uwe Böhnhardt, Beate Zschäpe und Uwe Mundlos gestanden zu haben. Bei sechs vollendeten und einem versuchten Mord des rechtsextremistischen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) soll er Beihilfe geleistet haben. S. sei darüber hinaus dringend verdächtig, eine Schusswaffe und Munition beschafft zu haben. Er soll die Waffe gekauft und an den Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben weitergegeben haben, der sie über einen Kurier dem Terror-Trio geliefert haben soll. S. habe somit billigend in Kauf genommen, dass die Schusswaffe für Morde verwendet werden könnte, lautet der Vorwurf.