Claudia Roth

Mit der Lizenz zum Schießen

Ihr Name ist Roth. Claudia Roth. Und diese Frau hat nicht nur die Lizenz zum Querschießen, sondern angeblich auch zum Scharfschießen. Das behauptet jedenfalls laut einem "Spiegel"-Bericht der Waffenlobbyverein Prolegal.

Demnach soll die grüne Bundesvorsitzende in ihrer Handtasche eine Pistole des Typs Walther PPK mit sich herumtragen - eine Waffe, die weltweit bekannt ist. Schließlich ist das Modell die Lieblingswaffe von James Bond, Codename 007, Geheimagent im Dienst Ihrer Majestät, Frauenheld und Liebhaber von Champagner der Marke Bollinger und natürlich von Wodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt.

Die Waffe von Null-Null-Roth soll 2010 bei einer Polizeikontrolle entdeckt worden sein, Roth habe damals einen Waffenschein vorgezeigt. Der Verein verteidigt privaten Waffenbesitz - und versprach dem Bericht zufolge auf seiner Internetseite 2500 Euro für Hinweise, die das Gerücht untermauerten.

Die erklärte Pazifistin reagierte mit britischem Humor. In einer Sitzung der Bundestagsfraktion der Grünen soll sie gesagt haben, sie habe tatsächlich jahrelang eine "gefährliche Waffe in meiner Handtasche" gehabt. Dabei habe es sich um das Parfum "Opium" gehandelt. Mittlerweile habe sie allerdings "etwas abgerüstet". Jetzt trage sie nur noch den Duft "Terre d'Hermès" bei sich. Gleichzeitig zeigte sie aber auch eine sehr steife Oberlippe: Sie zwang den Verein, die Meldung von der Seite zu nehmen, und verlangte eine Richtigstellung. Doch da hatte schon der erste Schützenverein eine Einladung zum "Sportschießen für Faustfeuerwaffen" geschickt.