Kriminalität

Rockergewalt: Innensenator Henkel prüft neue Maßnahmen

Angesichts der Gewalt innerhalb der Rockerszene will Innensenator Frank Henkel (CDU) prüfen, inwieweit einzelne lokale Gruppierungen verboten werden können. "Es gibt einen kleinen, wachsenden Teil, der uns Sorgen bereitet", sagte Henkel.

Die Gruppierungen fielen durch hohe kriminelle Energie und Gewaltbereitschaft auf, so der Innenminister. Hintergrund sind die zunehmenden brutalen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Rockerklubs Hells Angels und Bandidos. In Berlin sind vor allem die Hells Angels Berlin City unter Führung des polizeibekannten Kadir P. immer wieder in gewalttätige Konflikte verwickelt. Nach Informationen dieser Zeitung wurden in den Jahren 2004 bis 2011 durch die Berliner Polizei 1532 Ermittlungsverfahren gegen Mitglieder beider Klubs eingeleitet. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verlangt Konsequenzen. "Der Staat muss klare Kante zeigen. Wir fordern ein Verbot der Hells Angels, wenn die Polizeivizepräsidentin erklärt, dass die Ermittlungsergebnisse der Polizei dafür ausreichen", sagte der Berliner GdP-Chef Michael Purper.