Sanktionen beschlossen

Europäische Union verhängt Ölembargo gegen den Iran

Im Streit über das iranische Atomprogramm will die EU die Regierung in Teheran mit einem Ölembargo zurück an den Verhandlungstisch zwingen. Die EU-Außenminister beschlossen, ab 1. Juli alle Öleinfuhren des Landes in die Europäische Union zu verbieten.

In einer gemeinsamen Erklärung forderten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premier David Cameron den Iran zum sofortigen Stopp seines Atomprogramms auf. "Wir können nicht akzeptieren, dass der Iran nach der Atombombe greift", sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Das Land könne die Sanktionen abwenden, wenn es der Welt Einblick in das Atomprogramm gebe und damit beweise, keine Atomwaffen zu entwickeln. Auch die USA verhängten weitere Sanktionen. Das US-Finanzministerium setzte die iranische Bank Tejarat auf die schwarze Liste. Finanzinstitutionen mit Verbindungen zu Tejarat droht nun der Verlust ihres Zugangs zum US-Finanzsystem. Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel ziviler Atomforschung Kernwaffen zu entwickeln.