Italien

"Costa Concordia": Botschafter hofft noch auf Überlebende

Der deutsche Botschafter in Italien, Michael H. Gerdts, hofft auch acht Tage nach dem Schiffsunglück von Giglio noch auf deutsche Überlebende.

"Die Hoffnung ist absolut da", sagte Gerdts am Sonnabend bei einem Besuch der Mittelmeerinsel. Zugleich seien Beamte des Bundeskriminalamtes sowie Psychologen des Auswärtigen Amts vor Ort, um die Angehörigen der Vermissten zu betreuen, sagte Gerdts weiter. Er übermittelte dem Krisenstab den "Dank der Bundesregierung" und dankte auch den Inselbewohnern. Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" war am Freitag vor einer Woche nach einer Kollision mit einem Felsen gekentert.

Taucher fanden am Sonnabend in dem Heck des Schiffs eine weitere Leiche. Bei dem Opfer handle es sich um eine Frau, hieß es. Damit stieg die Zahl der Toten auf zwölf. Die Nationalität war zunächst unklar. Unter den rund 20 Vermissten sind auch zwölf Deutsche. Taucher sprengten weitere Löcher in den Rumpf, um in Regionen des Schiffes zu gelangen, die noch nicht durchsucht wurden.