Unglück

"Costa Concordia": Zwei Berliner unter den Opfern vermutet

Unter den Opfern des Passagierschiffes "Costa Concordia" an der Westküste Italiens befinden sich möglicherweise auch Eheleute aus Berlin. Angehörige haben bei der Polizei angezeigt, dass es keinerlei Kontakt zu den beiden gebe, so ein Sprecher.

Nach neuen Angaben der italienischen Küstenwache werden noch 29 Menschen vermisst. Es gebe bislang kein Lebenszeichen von 25 Passagieren und vier Crewmitgliedern, sagte Küstenwachenchef Marco Brusco. Die Reederei wirft unterdessen Kapitän Francesco Schettino eine "unerklärliche Fehlentscheidung" vor, er habe "ein nicht genehmigtes Manöver" vollführt.

Margrit Sch. (60) und ihr Mann Horst G. (66) waren nach Reha-Aufenthalten wegen einer Hüftoperation beziehungsweise einem Schlaganfall entlassen worden und wollten nun Urlaub machen. Ob die beiden Berliner ihre Kabine mit der Nummer 1432 noch rechtzeitig verlassen konnten, ist unklar. Ein tödlicher Ausgang sei ebenso denkbar wie der Umstand, dass die beiden gerettet wurden und sich noch nicht melden konnten, so ein Ermittler. Indes wird eine Berlinerin im Unfallkrankenhaus Berlin behandelt, die sich auf dem Schiff befand.