Kritik

Kanzlerin Merkel verteidigt die Medien im Fall Wulff

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die öffentliche Kritik am Umgang der Medien mit Bundespräsident Christian Wulff relativiert.

"Wir sind ein freies, demokratisches Land. Zu dem gehören vielfältige Medien, die ein Recht darauf haben, Fragen zu stellen", sagte sie dem Deutschlandfunk. Merkel versteht die Presse "letztlich auch als Mittler zwischen den Politikern und der Bevölkerung". Daraus leitet sie die Verpflichtung ab, dass Politiker die an sie gerichteten Fragen auch beantworten.

Während sie damit die bisherigen und zukünftigen Fragen an den Bundespräsidenten in einer demokratischen Kultur gewissermaßen als notwendig verteidigt, fordert sie Wulff nachdrücklich auf, nichts offen oder vage zu belassen. Es sei wichtig, sagte Merkel, "dass die Fragen, die an den Bundespräsidenten gestellt werden, auch wirklich beantwortet werden". Ihre Entscheidung, Wulff der Bundesversammlung vorzuschlagen, bedauert Merkel nicht.