Neukölln

Ein-Euro-Jobber dürfen Schulen nicht schützen

Ein-Euro-Jobber werden künftig nicht mehr die Zugänge vor Neuköllner Schulen vor schulfremden Störern schützen.

Berlin - Das machte das Jobcenter Neukölln gestern klar. Nach nur einem Tag wurde die sogenannte Schulstreife vor dem Albert-Schweitzer-Gymnasium wieder abgezogen. "Die Änderung der Qualifizierungsmaßnahme wurde nicht mit dem Jobcenter abgesprochen, und ich kann diese nicht unterstützen", sagte der Geschäftsführer des Jobcenters Neukölln, Klaus-Peter Hansen, am Dienstag. Kritik am Einsatz von Ein-Euro-Jobbern für den Schutz von Schulen kam auch von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie vom Bundesverband der Sicherheitswirtschaft. Die Bildungsstadträtin von Neukölln, Franziska Giffey (SPD) wollte mit der Maßnahme vorübergehend für Sicherheit von Schulen in schwierigem Umfeld sorgen, nachdem der Wachschutz an 16 Einrichtungen aus finanziellen Gründen abgezogen worden war.

Das Bezirksamt Neukölln hat sich nach Angaben der Bildungsstadträtin darauf verständigt, dass der Wachschutz für Schulen zum kommenden Schuljahr erneut ausgeschrieben werden soll. Voraussetzung ist, dass die in Aussicht gestellte Nachzahlung für die Bezirkshaushalte von insgesamt 50 Millionen Euro tatsächlich vom Senat bewilligt wird.