Kredit- und Anrufaffäre

Bundeskanzlerin Merkel hat Vertrauen zu Christian Wulff

Ungeachtet aller Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten hält Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter an Christian Wulff fest. Sie habe große Wertschätzung für Wulff als Menschen und Bundespräsidenten, ließ Merkel ihren Regierungssprecher Steffen Seibert erklären.

Auch CSU-Chef Horst Seehofer stellte sich erneut hinter das Staatsoberhaupt. Seibert sagte, Merkel habe großes Vertrauen in Wulff. Das Interview, das er am Mittwoch ARD und ZDF gegeben habe, sei ein "richtiger Schritt gewesen, um das Vertrauen der Bürger wiederherzustellen". Unterdessen widersprach die BW-Bank der Darstellung Wulffs, wonach der Vertrag für ein langfristiges Darlehen zur Finanzierung seines Einfamilienhauses bereits im November 2011 zustande kam. Im November hätten sich die Bank und Wulff lediglich mündlich geeinigt. Einen schriftlichen Vertrag habe die Bank erst am 12. Dezember an Wulff geschickt, unterschrieben habe er den Kreditvertrag am 21. Dezember, rund eine Woche nach den ersten Medienberichten über seine Hausfinanzierung. Bei der Bank sei der unterschriebene Vertrag am 27. Dezember eingegangen, antwortete die Bank auf eine entsprechende Anfrage der Morgenpost.