Berliner Museen

Alle wollen zu Nofretete

Ist es die Nase? Der unvergleichliche Schwung der Augenbrauen? Oder die zarte Linie der Wangenknochen? Nofretete jedenfalls ist die Königin der Berliner Museen.

Denn das Neue Museum, in dem die Büste steht, ist das meistfrequentierte Museum Berlins. 1,1 Millionen Besuche wurden dort im Jahr 2010 gezählt. Das ist das Ergebnis der Berliner Auswertung der jährlichen bundesweiten Museumsstatistik. Die Zahlen gab die Senatskulturverwaltung bekannt. Die aktuellen Daten für 2011 liegen noch nicht vor.

Aber nicht nur Nofretete und die ägyptischen Pharaonen locken die Massen. Auch ein Ausflug ins antike Pergamon steht für Berliner und Touristen ganz oben auf dem Programm. Und so rangiert das Pergamonmuseum mit einer Million Besuchen auf Platz zwei. Auf Platz drei folgt das Deutsche Historische Museum (rund 910 000). Platz vier der Gesamtwertung ist übrigens ein Ort, der sich mit etwas neuerer Geschichte beschäftigt: das Haus am Checkpoint Charlie (870 000 Besuche). Platz fünf nimmt das Jüdische Museum mit 760 000 Besuchen ein.

Mit den Museen ist es also wie mit ganz Berlin. Die Zahl der Touristen, der Übernachtungen, der Investitionen, der Zuzüge, alles steigt auf Rekordwerte. Und so verzeichneten die Berliner Museen und Gedenkstätten 2010 mit einem Plus von 12,3 Prozent auf 15 Millionen die höchste jemals registrierte Besuchszahl. Rechnet man die Berliner Ausstellungshäuser (ohne kommerzielle Galerien) hinzu, waren es sogar rund 16,5 Millionen Besuche. Das ist ein Zuwachs von 80 Prozent im Vergleich zu 2001.

Wie es weitergeht? Nach oben. Schließlich haben viele Millionen Nofretete noch nicht im Original gesehen.