Urteil

Drahtzieher der Pokerräuber muss für sieben Jahre in Haft

Einer der Drahtzieher des Berliner Pokerraubs ist vom Landgericht Berlin wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Die Richter haben nach 16 Monaten Beweisaufnahme keinen Zweifel, dass der 32 Jahre alte Angeklagte telefonisch den Startschuss zu dem Überfall vom 6. März 2010 gegeben hatte. Der Sohn einer Großfamilie bestreitet dies. Die Verteidigung beantragte Freispruch und kündigte Revision an. Die eigentlichen Räuber sind bereits zu Jugendstrafen bis zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Bewaffnet, maskiert und grölend hatten sie rund 242 000 Euro erbeutet. Der Großteil des Geldes ist bis heute verschwunden. Bei dem Überfall waren Wachleute verletzt worden. Der jetzt verurteilte geschiedene Familienvater hatte selbst am Pokertisch gesessen, war aber ausgeschieden. Nach Überzeugung der Anklage wollte er sich dann aus Ärger das Geld anders beschaffen.