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Staatsvertrag: Glücksspielmarkt für private Anbieter geöffnet

Staatsvertrag

Glücksspielmarkt für private Anbieter geöffnet

Das staatliche Glücksspielmonopol bekommt Risse. Für Sportwetten sollen bis zu 20 private Wettanbieter Konzessionen erhalten. Bei den Lotterien behält dagegen der Staat sein Monopol. Dies sieht der neue Glücksspielstaatsvertrag vor, den am Donnerstag 15 von 16 Ministerpräsidenten in Berlin unterzeichneten. Inkrafttreten könnte das Vertragswerk zum 1. Juli 2012. Zuvor muss noch die Europäische Kommission grünes Licht geben. Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), rechnet fest mit der Genehmigung aus Brüssel. Grundzüge des staatlichen Glücksspielmonopols bleiben erhalten. Die Länder wollen verhindern, dass die Einnahmen ganz an gewerbliche Anbieter abfließen.

Versuchter Anschlag

Polizei fängt Briefbombe an Finanzverwaltung in Italien ab

Eine Woche nach dem Briefbombenanschlag auf ein Inkasso-Büro in Rom ist dort erneut eine Briefbombe eingegangen. Diesmal sei es allerdings nicht zu einer Explosion gekommen, berichteten italienische Medien am Donnerstag. Experten hätten schwarzes Pulver in dem Brief gefunden, sagte ein Polizeisprecher. Vor einer Woche war der Leiter der Steuereinzugsgesellschaft Equitalia, Marco Cuccagna, beim Öffnen des Päckchens an der Hand und am Auge verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die linksextremistische italienische Gruppe Informelle Anarchistische Föderation (FAI). Diese hatte zuvor auch ein ähnliches Päckchen an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gesandt. Die an Ackermann gerichtete Briefbombe war voll funktionsfähig, wurde aber in der Poststelle der Deutschen Bank abgefangen.