Alkoholpanscher

Das Phantom vom Weihnachtsmarkt

Der Mann ist ein Phantom. Immer wieder tauchte er in den vergangenen Tagen auf Berliner Weihnachtsmärkten auf, sprach Besucher an und gab ihnen einen Schnaps oder einen Glühwein aus. Teilweise begründete er das damit, er sei gerade Vater geworden.

In anderen Fällen verwickelte er die Menschen in ein Gespräch. Die Folgen waren immer die gleichen: Diejenigen, die das Angebot des äußerst freundlichen und sympathischen Mannes angenommen hatten, klagten über Übelkeit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und mussten sich übergeben. Zwei Frauen wurden sogar ohnmächtig und mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es inzwischen 13 Opfer gibt. Offenbar hatte der Unbekannte die Schnapsfläschchen und auch den Glühwein mit K.-o.-Tropfen versetzt. Sein Motiv? Niemand außer dem Täter selbst kennt es bislang.

Die Suche auf den übervollen Weihnachtsmärkten ist wie die sprichwörtliche nach der Nadel im Heuhaufen. Deshalb hoffen die Ermittler jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung. Sie veröffentlichten am Mittwoch ein Phantombild des Mannes, den die Opfer als 40 bis 45 Jahre alten Mann beschreiben. Er ist 1,80 Meter groß, schlank, hat sehr kurze dunkelblonde Haare und trug eine dunkle Jacke und eine dunkle Hose. Die präparierten Flaschen transportierte er in einem Rucksack. Hinweise nimmt die Polizei unter den Telefonnummern 4664 272 512 oder 4664 271 010 (außerhalb der Bürozeiten) entgegen. Betroffene oder Zeugen können sich außerdem an jede Polizeidienststelle wenden.

( ehre )