Strategie

Guttenberg wird Internet-Berater der EU-Kommission

Neun Monate nach seinem spektakulären Rücktritt als Verteidigungsminister ist Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nun ehrenamtlicher Berater der EU-Kommission.

Der 40-Jährige unterstützt die Behörde beim Thema Internetfreiheit in autoritären Staaten. Guttenberg sagte am Montag in Brüssel: "Dies ist kein politisches Comeback." Der Politiker war über zahlreiche Plagiate in seiner Doktorarbeit gestolpert, die Internetaktivisten aufgedeckt hatten.

Angeworben hat ihn die für Digitales zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes. "Das war meine Idee", sagte sie bei dem gemeinsamen Auftritt. Seine Ernennung sei das Schlüsselelement der neuen Strategie, mit der sich die EU für Menschenrechte und Freiheit im Internet einsetze. Kroes sagte, sie kenne Guttenberg seit Langem, deshalb habe sie bereits im Sommer die Initiative ergriffen. Guttenberg soll Regierungen, Verbände und Blogger kontaktieren und zum Thema Internetfreiheit beraten.