CDU

Die Akte Braun

Erst seit gut einer Woche ist Michael Braun (CDU) als Justiz- und Verbraucherschutzsenator im Amt.

Doch der Druck auf ihn wächst. In den vergangenen Tagen haben sich immer mehr Menschen bei der Berliner Morgenpost gemeldet, weil sie, bedrängt von Vermittlern, Kaufangebote für sogenannte Schrottimmobilien unterschrieben haben. Einige davon hat Braun beurkundet, auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten. Inzwischen zieht die Notarkammer Konsequenzen. Der Kammervorstand will die Richtlinien für Notare in Berlin ändern, um Verbrauchern mehr Schutz zu bieten. Das bestätigte Kammer-Geschäftsführer Andreas Krahl. Fast überall sonst in Deutschland ist es für Notare "unzulässig", systematisch Kaufverträge in Kaufangebote und -annahmen aufzuspalten, was dubiose Immobilienvertriebe ausnutzen. Anwälte sprechen von einem "Beurkundungs-Tourismus" nach Berlin. Die Akte Braun - ein Report: die Vorwürfe, die Hintergründe und eine Analyse zur Lage in der Partei.